Boxspringbett oder Wasserbett – Zwei Schlafsysteme im Vergleich

26.09.2018 10:30

Weiße Bettwäsche auf einem Bett mit einer dunklen Wand im Hintergrund.

 

Guter Schlaf ist eine wichtige Grundvoraussetzung für unsere physische und psychische Gesundheit und damit letztendlich der Schlüssel zu mehr Lebensqualität. Wer nachts gut schläft, startet ausgeruht und fit in den Tag, ist unter anderem ausgeglichener und entspannter, kann sich besser konzentrieren und ist weniger anfällig für Krankheiten.

Neben Faktoren wie der Schlafumgebung und dem Schlafklima ist die Wahl des Bettes maßgeblich mitverantwortlich dafür, wie gut wir schlafen. Nur, wenn das gewählte Schlafsystem bestmöglich auf unsere ganz individuellen Schlafgewohnheiten und -bedürfnisse abgestimmt ist und unseren Körper in seiner wohlverdienten Ruhephase optimal unterstützt, steht gutem und damit gesundem, erholsamem Schlaf nichts im Wege.

Wer abseits des klassischen Bettes mit Lattenrost und Matratze nach einer Schlaflösung sucht, steht schnell vor der Wahl zwischen einem Boxspringbett und einem Wasserbett. Doch schläft es sich in einem Wasserbett besser als in einem Boxspringbett? Bei der Frage, welches der beiden Bettensysteme im Hinblick auf den Liege- bzw. Schlafkomfort, die Schlafergonomie und das Schlafklima die Nase vorn hat, scheiden sich die Geister. In unserem Blogbeitrag stellen wir Ihnen beide Schlafsysteme einmal genauer vor. 

 

Das Boxspringbett – Komfortable Schlaflösung mit einzigartigem Liegegefühl

Vor allem in den USA und den skandinavischen Ländern bereits seit langem etabliert, verspricht das Boxspringbett ein komfortables, individuell auf Ihre persönlichen und körperlichen Bedürfnisse abgestimmtes Schlaferlebnis „wie auf Wolken“ und stellt deshalb auch bei uns in Deutschland mittlerweile eine immer beliebter werdende Alternative zum herkömmlichen Bett mit Lattenrost dar.

Charakteristischer Aufbau

Die Besonderheit des Boxspringbettes liegt in seinem auch optisch sehr kompakten Aufbau. Denn anders als Betten im klassischen Sinne besitzt das Polsterbett keinen Lattenrost, sondern basiert auf einem gefederten Untergestell. Dieses, als Boxspring bezeichnete Gestell ist es auch, das das Boxspringbett als solches ausmacht und es von Polsterbetten unterscheidet, die lediglich in Boxspring-Optik gebaut sind. Die Box ist aus einem stabilen Holzrahmen gefertigt, in dem sich der aus Bonellfedern oder Taschenfedern bestehende Federkern befindet und steht in der Regel auf vier Füßen, damit die Luft in der Box optimal zirkulieren kann.

Auf dem Boxspring liegt die eigentliche Matratze auf, bei der es sich meist um eine 7-Zonen-(Tonnen-)Taschen-Federkern-Matratze handelt. Deren Einteilung in 7 Zonen gewährleistet eine individuelle (Unter-)Stützung jeder Ihrer Körperpartien. Alternativ, aber deutlich seltener kommt eine Bonell-Federkernmatratze als Obermatratze zum Einsatz während Kaltschaummatratzen die absolute Ausnahme darstellen.  

Bonellfederkern oder Taschenfederkern?

Bei den Federn des Bonellfederkerns handelt es sich um klassische, in der Mitte schmaler werdende Stahlfedern, die durch Drähte zu einem System verbunden werden. Die Konstruktion des Bonellfederkerns bewirkt, dass sich der auf der Matratze aufliegende Druck flächenelastisch, d.h. auf eine insgesamt größere Fläche verteilt. Dementsprechend schwingt die Matratze in der Bewegung mit, was ein weiches und komfortables Liegegefühl bedingt. Eine Bonellfederung ist die richtige Wahl, wenn Sie gerne weich liegen und eignet sich insbesondere für Personen mit einem Körpergewicht von bis zu 100kg.

Im Vergleich dazu sind die tonnenförmigen Federn des Taschenfederkerns einzeln in kleine „Taschen“ aus Stoffgewebe eingearbeitet, welche wiederum zu Reihen miteinander verklammert werden. Das führt zum einen zu einer höheren Festigkeit der Matratze, zum anderen reagiert diese punktelastisch auf Druck, d.h. sie gibt immer genau an den Stellen nach, an denen Ihr Körpergewicht aufliegt während die übrigen, nicht belasteten Federn, gespannt bleiben. Ein starkes Einsinken in die Matratze wird damit verhindert, weshalb sich ein Taschenfederkern merklich härter anfühlt als ein Bonellfederkern. Da Ihre Wirbelsäule durch die punktgenaue Druckabgabe jederzeit in der anatomisch korrekten Lage bleibt und Ihr Rücken so während des Schlafes optimal unterstützt wird, ist ein Taschenfederkern vor allem dann ideal, wenn Sie bevorzugt auf einer eher härteren Unterlage schlafen, unter Rücken- und/oder Bandscheibenproblemen oder unter Verspannungen und Schmerzen im Bereich des Nackens und der Schultern leiden. Zudem eignen sich Taschenfederkerne auch für Personen mit einem Körpergewicht von mehr als 100kg grundsätzlich besser als vergleichsweise weichere Bonellfederkerne.

Der richtige Härtegrad

Als wichtiger Faktor für guten Schlaf und ein komfortables Schlafgefühl, ist der richtige Härtegrad (H) als Maß für die Härte der Matratze maßgeblich. Nur, wenn das Bett im Härtegrad optimal auf Sie und Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist, sind eine orthopädisch einwandfreie Lage Ihrer Wirbelsäule und damit komfortabler, gesunder und erholsamer Schlaf garantiert. Als wichtige Faktoren zur Bestimmung des passenden Härtegrades, der übrigens vom Aufbaus der Matratze abhängig ist, zählen Körpergewicht, Körpergröße und der eigene Schlafstil.

Der Härtegrad gibt an, wie hart bzw. weich die jeweilige Matratze ist. Es gilt: Je höher der Härtegrad, desto härter und belastbarer die Matratze. Ist der Härtegrad zu hoch gewählt, die Matratze also zu hart für Sie, führt das zu einer hohen Belastung im Schulter- und Beckenbereich und Ihre Wirbelsäule liegt nicht gerade, sondern gekrümmt, was zu Verspannungen und Schmerzen führen kann.  Ist die Matratze dagegen zu weich, sinkt Ihr Körper zu tief in die Matratze ein. Das hat zur Folge, dass Ihre Wirbelsäule nicht gerade ausgerichtet ist, sondern durchhängt und bedingt Verspannungen im Bereich des Nackens, des Rückens und der Schultern.

Grundsätzlich reicht der Härtegrad bei Boxspringbetten von H1 (weich, für Kinder und Personen unter 50kg) über H2 (mittel, für Personen bis zu 70kg), H3 (mittel bis hart, für Personen zwischen 70 und 110kg) und H4 (hart, für Personen bis ca. 130kg) bis zu H5 (sehr hart, für Personen über 130kg), wobei die gängigsten Härtegrade bei Boxspringbetten im Bereich H2 und H3 liegen.

Da der Härtegrad keiner Norm unterliegt und dementsprechend vom jeweiligen Hersteller selbst bestimmt wird, können sich Matratzen verschiedener Hersteller trotz des gleichen Härtegrades in Ihrer Festigkeit voneinander unterscheiden.


Boxspringbett Ylva von Möbelfreude im modernen Schlafzimmer.

Topper ja oder nein?

Boxspringbetten sind grundsätzlich in zwei verschiedenen Varianten erhältlich: Der amerikanischen Version ohne Topper als drittes Liegeelement und der bei uns deutlich bekannteren und weiter verbreiteten skandinavischen Variante mit Topper.

Beim Topper handelt es sich dabei um eine aus Kaltschaum, Visco-Schaum, PU-Schaum oder Latex gefertigte einteilige Komfortauflage, die auf der Matratze aufliegt, eine durchgehende Liegefläche schafft, die Matratze schont und das Boxspringbett-typische Liegegefühl perfekt macht. Während die in der Bettbox befindliche Matratze und die darauf aufliegende Obermatratze für eine ergonomische Schlafposition sorgen bzw. diese unterstützen, ist der Topper für die Feinjustierung des Liegegefühls und damit für das Wohlgefühl verantwortlich. Mithilfe des Toppers können Sie den Liegekomfort Ihres Boxspringbettes zusätzlich individualisieren und optimal auf Ihre Schlafbedürfnisse zuschneiden.

In aller Regel ist der Topper wie eine handelsübliche Matratze aufgebaut, d.h. im Inneren gibt es einen Kern, der von einem Bezug umhüllt ist. Sowohl Kern als auch Bezug können aus verschiedenen Materialien bestehen, die wiederum unterschiedliche Eigenschaften und Funktionalitäten mit sich bringen.

Während Kaltschaum-Topper flächenelastisch arbeiten und für ein festes Liege- und Schlafgefühl sorgen, passen sich Latex-Topper dank hoher Punktelastizität perfekt an Ihre Körperkonturen an und zeichnen sich durch eine leicht federnde Wirkung und ein eher weiches Liegegefühl aus. PU-Schaum-Topper arbeiten flächenelastisch und besitzen eine gute Rückstellkraft. Dementsprechend passt sich die Auflage unmittelbar an eine Veränderung Ihrer Schlaflage an. Trotzdem können Topper aus PU-Schaum ergonomisch nicht mit anderen Topper-Kernen mithalten. Komfortauflagen aus Visco-Schaum sind dank Memory-Effekt sehr anpassungsfähig und reagieren auf Druck und Körperwärme, arbeiten also punktelastisch. Weicher, warmer Liegekomfort ist für Visco-Topper charakteristisch.

Weitere Ausstattung & Design

Zusätzlich sind manche Boxspringbett-Modelle mit einem Bettkasten und dementsprechend zusätzlichem Stauraum ausgestattet, besitzen ein höheres oder niedrigeres bzw. gar kein Kopfteil und sind in verschiedenen Designs bzw. von feinem über groben Strukturstoff bis hin zu Lederimitat mit verschiedenen Bezügen erhältlich.


Das Wasserbett – Komplexes Schlafsystem für ein individualisiertes Schlaferlebnis

Auf Archimedes Prinzip der Verdrängung basierend, wurde das Wasserbett ursprünglich für den Einsatz im medizinischen Bereich bzw. in der Krankenpflege entwickelt. Da die wassergefüllten Matratzen sich optimal an den Körper anpassen und für besonders wenig Auflagedruck sorgen, wurden Wasserbetten lange Zeit als sogenannte Schwebebetten bezeichnet und als solche dazu genutzt, bettlägerigen Personen das häufige und lange Liegen durch ein schwereloses Liegegefühl angenehmer zu gestalten und die Entstehung von unangenehmen Druckstellen und Durchblutungsstörungen zu vermeiden. Erst in den 1960er Jahren wurden Wasserbetten nach und nach auch zur Schlaflösung für den Hausgebrauch.

Klassischer Aufbau

Im Vergleich zum Drei-Komponenten-Aufbau eines Boxspringbettes ist der Aufbau eines Wasserbetts deutlich komplexer. Aus wie vielen und welchen Elementen sich ein Wasserbett zusammensetzt, ist dabei vor allem davon abhängig, um welches Wasserbett-System es sich handelt.

Grundsätzlich wird dabei zwischen Softside und Hardside und damit danach, in welcher Konstruktion die Wassermatratze zu finden ist, unterschieden. Die Entscheidung zwischen den beiden Systemen ist die wahrscheinlich wichtigste bei einem Kauf. Sämtliche andere Modifikationen, die es Ihnen ermöglichen, Ihr Wasserbett individuell zu gestalten, bauen dann auf dem jeweiligen Modell auf.

Hardside oder Softside?

Das Hardside-System bezeichnet die Bauweise des Wasserbettes in seiner ursprünglichen Form. Der Wasserkern ist dabei in eine feste, stabile und zusätzlich auf einer beschwerten Bodenplatte befestigte Rahmenkonstruktion aus Holz oder Aluminium eingelassen. Bei Softside-Wasserbetten, der mittlerweile überwiegenden Anzahl an Wasserbetten auf dem Markt, liegt die Wassermatratze dagegen vollständig in einem wärmedämmenden Schaumstoffrahmen statt in einer starren und schweren Rahmenkonstruktion. Da der Rahmen aus festem Schaumstoff dabei die haltende Funktion übernimmt und der wassergefüllten Matratze die notwendige Stabilität verleiht, ist der Softsiderahmen unabhängig von einem Bettgestell aufstellbar und kann mit einem entsprechenden Sockel in fast jeden herkömmlichen Bettrahmen integriert werden.

Der Aufbau der Hardside-Bettenvariante hat den Vorteil von mehr Liegefläche, bringt aber auch den Nachteil mit sich, dass ein vergleichsweise einfaches Ein- und Aussteigen nicht möglich ist. Denn die wassergefüllte Matratze schließt erst mit dem Rahmen des Bettes ab. Gibt die Matratze bei Druck, also z.B. bei der Aufstehbewegung nach, steht die harte Bettkante hervor und wird so zur Barriere. Zusätzlich sind sie aufgrund der Konstruktion sehr schwer, massiv und damit sehr unflexibel. Bei der Softside-Bettenvariante ermöglicht der Schaumstoffrahmen aufgrund der fehlenden harten Kante ein angenehmes Ein- und Aussteigen. Der Nachteil der Softside-Konstruktion liegt in einer verkleinerten Liegefläche, weshalb viele Softside-Betten länger als das Standardbettmaß von 200 Zentimetern sind.

Neben Hardside und Softside stellen unter anderem Masterpiece-Wasserbetten und Isolit-Wasserbetten weitere Versionen des Wasserbetts dar, die versuchen, die Vorteile beider Systeme miteinander zu vereinen oder besonders energieeffizient sind.

Uno- oder Dual-System?

Zusätzlich zu der Konstruktion, in der sich der Wasserkern befindet, lassen sich auch zwischen den Wassermatratzen Unterschiede feststellen. Differenziert wird dabei zwischen Uno- und Dual-Matratzen.

Während beim Uno- bzw. Monosystem, der ursprünglichen und auch als Einkammer-Matratze bezeichneten Matratzen-Variante, eine durchgängige Matratze zum Einsatz kommt, besitzt ein Wasserbett mit Dual-System zwei Wasserkerne und damit zwei separate Wassermatratzen, die durch eine Trennwand bzw. einen Trennkeil aus Schaumstoff, der sich jeweils der Länge nach durch die gesamte Matratze zieht, voneinander abgeschottet werden.

Die Wahl des Systems hat Auswirkungen auf die Eigenschaften und das Liegeverhalten der Matratze. So verfügt eine Uno-Matratze zwar über eine größere Wasser-Liegefläche als ein Bett mit zwei Matratzen, ist allerdings auch nur mit einem Heizsystem ausgestattet, was vor allem dann, wenn zwei Personen das Bett nutzen, einen Kompromiss hinsichtlich der Wassertemperatur erfordert. Die Matratzen eines Bettes mit Dual-System verfügen dagegen jeweils über ein eigenes Heizsystem und können so unabhängig voneinander, d.h. unterschiedlich temperiert werden, was es möglich macht, die Temperatur optimal auf die persönlichen Bedürfnisse des auf der Matratze Schlafenden abzustimmen.

Gleiches gilt für die Füllmenge und die Beruhigungsstufe als weitere maßgebliche Faktoren im Hinblick auf den Liege- und Schlafkomfort des Wasserbettes.

Füllmenge & Beruhigungsstufe

Geht es um Wasserbetten, hält sich hartnäckig die Vorstellung einer wassergefüllten Matratze, auf der man stark einsinkt und bei der jede Bewegung oder Drehung Wellen verursacht, die zu einem Schaukelgefühl wie auf einem Schiff führen. Doch auch wenn ein Wasserbett grundsätzlich niemals so hart sein kann wie z.B. eine herkömmliche Matratze mit entsprechend hohem Härtegrad, hat diese Vorstellung sehr wenig mit dem tatsächlichen Liegeverhalten eines Wasserbettes zu tun, das sich durch Bestimmung von Füllmenge und Beruhigungsstufe individuell an Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse und Vorlieben anpassen lässt. Die Nachgiebigkeit der Wassermatratze und damit der Härtegrad des Wasserbettes hängt von der Wasser- bzw. Füllmenge der Matratze ab, d.h. über die Wassermenge können Sie regulieren, wie tief Sie in die Matratze einsinken. Es gilt: Je mehr Wasser, desto fester die Matratze.

Neben der Füllmenge als Faktor für den Härtegrad der Wassermatratze, bestimmt der gewählte Beruhigungsgrad darüber, wie schnell sich das Wasser im Inneren der Matratze nach einer Bewegung wieder beruhigt bzw. wie deutlich und lange Wasserbewegungen spürbar sind. Die Beruhigung selbst entsteht durch eine Fiberlage im Inneren der Matratze bzw. durch in die Matratze eingelegte Stabilisierungsmatten. Diese werden, miteinander verbunden, am Boden der Wassermatratze befestigt und können sich so weder verschieben, noch zusammenfalten. Wird die Matratze mit Wasser befüllt, saugen sich die Matten mit Wasser voll und stabilisieren die Matratze entsprechend. Je mehr Matten in der Matratze verarbeitet sind, desto höher die Unterstützung und desto geringer die Nachbewegung.

Vor allem bei Wassermatratzen mit sehr hoher Stabilisierungsstufe wird darüber hinaus auf Hüfthöhe der Matratzen oft zusätzlich eine Lendenstütze eingearbeitet, die eine ergonomisch gerade Ausrichtung Ihrer Wirbelsäule und damit Ihres Rückens unterstützt, um Rücken-, Schulter- und Nackenbeschwerden vorzubeugen.

Sonstige Ausstattungsmerkmale & Design

Von Wasserbetten zum Einbau und Wasserbetten mit Bettrahmen aus Massivholz, Dekorholz oder Leder über Wasserbetten mit Stauraum durch integrierte Schubladen bis hin zu Wasserbetten in Boxspringoptik – Abseits der enorm vielfältigen Möglichkeiten, ein Wasserbett durch die Wahl zwischen Hardside und Softside, die Entscheidung für Uno- oder Dual-System, die Füllmenge sowie die Einstellung der Beruhigungsstufe und die Wahl der Temperatur maximal individuell auf die eigenen Schlafgewohnheiten und -bedürfnisse abzustimmen, sind Wasserbetten in den unterschiedlichsten Ausführungs- bzw. Designvarianten erhältlich.


Boxspringbett vs. Wasserbett – Eine Gegenüberstellung

Bei Boxspringbett und Wasserbett handelt es sich um zwei, allein im Aufbau bereits grundverschiedene Schlaflösungen. Der folgende Vergleich der wohl wichtigsten und für eine Kaufentscheidung entscheidenden Qualitätskriterien zeigt die Unterschiede auf.

1. Boxspringbett

  • Aufbau: Drei-Komponenten-Aufbau mit 3 optimal aufeinander abgestimmten Liegeelementen (Bonellfederkern oder Taschenfederkern in der Box, Taschenfederkern- oder Bonellfederkern-Matratze als Obermatratze, einteiliger Topper aus Kaltschaum, Visco-Schaum, PU-Schaum oder Latex)
  • Liege-/Schlafergonomie: Punktelastischer oder flächenelastischer Liegekomfort in Abhängigkeit der Matratzenart, Abstimmung auf individuelle Schlafbedürfnisse durch Wahl des passenden Matratzen-Härtegrades, Feinjustierung des Liegegefühls durch Topper möglich
  • Schlafklima: Optimale Klimaregulierung dank luftdurchlässiger Federn und entsprechend gutem Feuchtigkeitsaustausch sowie einer konstanten Luftzirkulation für angenehmes Schlafklima, individuelle Abstimmung des Schlafklimas durch Wahl des passenden Topper-Materials
  • Pflege: Regelmäßiges Wenden (mind. alle 2-3 Monate) für gleichmäßige Belastung und Vermeidung von Schlafkuhlen sowie regelmäßiges Lüften von Matratzen und Topper, schonende Reinigung der Bezüge
  • Kosten: Einmalige Anschaffungskosten, etwaiger Austausch von Topper und/oder Matratzen nach mehrjähriger Nutzung
 

2. Wasserbett

  • Aufbau: Komponenten abhängig vom jeweiligen System (Hardside/Softside), Aufbau vom Sockel bzw. Unterbau bis zur Auflage mit bis zu acht verschiedenen Elementen aber insgesamt deutlich komplexer als beim Boxspringbett
  • Liege-/Schlafergonomie: Variabler Härtegrad durch Bestimmung der Wasser-/Füllmenge und dementsprechend stark oder weniger stark ausgeprägtes Einsinken, Wahl der Beruhigungs-/Stabilisierungsstufe für individuell auf eigene Schlafbedürfnisse angepasste Unterstützung
  • Schlafklima: Individuelle Regulierung der Wasser-/Schlaftemperatur und damit optimale Abstimmung auf unterschiedliche Jahreszeiten möglich, fehlende/r Atmungsaktivität/Feuchtigkeitsausgleich und kaum Absorbierung/Abführung von Feuchtigkeit nach unten durch luftdichten Wasserkern
  • Pflege: Regelmäßige Säuberung der Wasserkernfolie mit speziellen Vinylreinigern, Zugabe von Pflegemitteln zur Vermeiden von Algenbildung und „Umkippen“ des Wassers sowie Reinigung des Matratzenbezuges
  • Kosten: Einmalige Anschaffungskosten sowie laufende Unterhaltungskosten (Stromkosten) für Betrieb des Heizsystems
 

Fazit: Zwei Schlaflösungen für unterschiedliche Schlafbedürfnisse

Boxspringbett und Wasserbett vereint vor allem eines, nämlich der Anspruch, Ihnen mit einer durchdacht konzipierten Schlaflösung zu ruhigem, entspanntem und gesundem Schlaf zu verhelfen. Darüber hinaus handelt es sich bei Boxspringbett und Wasserbett aber um zwei bereits im Grundsatz gänzlich unterschiedlich aufgebaute Schlaflösungen, die aufgrund ihrer jeweils charakteristischen Merkmale unterschiedliche Schlafbedürfnisse erfüllen. Aus diesem Grund lässt sich ein klarer Schlafsystem-Sieger nicht benennen. Die Entscheidung für Boxspringbett oder Wasserbett ist stattdessen letztendlich vor allem von Ihren ganz persönlichen Schlafgewohnheiten, Schlafvorlieben und Schlafbedürfnissen abhängig.

Beim Boxspringbett handelt es sich um eine in puncto Schlafkomfort und Schlafergonomie ausgeglichene Schlafstätte. Neben der ergonomischen Anpassungsfähigkeit bietet das Polsterbett auch einen verstärkten Wohlfühlkomfort, der sich aus dem für Boxspringbetten einzigartigen mittelweichen bis weichen, federnden Liegegefühl ergibt. Dank ihres Drei-Komponenten-Aufbaus lassen sich Boxspringbetten durch die Wahl der Matratzenart und deren Härtegrad sowie der Beschaffenheit des Toppers insgesamt sehr gut an den jeweiligen Schläfer und seine Bedürfnisse anpassen. Während die Federkernmatratze in der Box und die darauf aufliegende Obermatratze dabei eine ergonomische Liege- und Schlafposition unterstützen, ist der Topper als abschließende Komfortauflage für die Feinjustierung des Liegegefühls verantwortlich.

Wasserbetten dagegen punkten - sofern passend zum Schlafenden eingestellt - mit einer punktgenauen Anpassung, entsprechend angenehmer Körperunterstützung und hoher Druckentlastung. Da der Aufbau eines Wasserbettes sehr komplex ist, bedarf die individuelle Anpassung an den Schläfer allerdings einer detaillierten Feinjustierung. Nur wenn Füllmenge, Beruhigungsgrad und Temperatur optimal auf Sie und Ihre Schlafbedürfnisse abgestimmt sind, profitieren Sie langfristig von den Vorteilen, die ein Wasserbett bietet.

 

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