Bonellfederkern oder Taschenfederkern?

16.04.2018 10:00

Im untersten Element eines Boxspringbettes, dem Boxspring, können unterschiedliche Federkernsysteme verwendet werden, die sich in ihren Eigenschaften unterscheiden. Üblich sind hier Bonellfedern und Taschenfedern. Doch welche Vorteile und Nachteile bringen die beiden Optionen mit sich und für wen sind diese jeweils geeignet?

Boxspringbett – Der Aufbau

Zunächst einmal ist es wichtig den Aufbau eines Boxspringbettes zu verstehen, um die Unterschiede genau erkennen zu können. Boxspringbetten bestehen aus drei verschiedenen Teilen (Boxspring, Matratze und Topper). Der untere Teil des Bettes wird – wie der Name bereits verrät – durch das Boxspring gebildet. Dies besteht meist aus einem robusten Rahmen aus Holz mit einem integrierten Federsystem. Es wird bei Boxspringbetten zwischen einem Federkern aus Bonellfedern oder Taschenfedern unterschieden. Im folgenden Abschnitt klären wir Sie über die wichtigsten Eigenschaften dieser beiden Federkernsysteme auf.

Querschnitt eines Boxspringbettes mit Holzrahmen, Bonellfederkern, Taschenfederkern & Visco Topper

 

Was ist ein Bonellfederkern?

Bei einer Bonellfeder handelt es sich um die klassische Stahlfederart. Die Federung bietet eine flächendeckende und körperunterstützende Funktion über die gesamte Liegefläche hinweg und wird bei Boxspringbetten anstelle von Lattenrosten verwendet. Bei einem Boxspringbett, das mit einem Bonellfederkern ausgestattet ist, sind die einzelnen Federn durch Drähte miteinander verbunden. Das hat den Vorteil, dass sich der Druck, der durch die liegende Person aufgebaut wird, auf eine größere Fläche verteilen kann.

1. Vorteile eines Boxspringbettes mit Bonellfederkern

Betten mit einem Bonellfederkern reagieren flächenelastisch. Die Federung gibt also nicht nur an einem Punkt nach, sondern auf der ganzen Fläche. Diese Art von Gewichtsverteilung macht das Liegegefühl noch komfortabler. Man könnte sogar sagen, dass bei einem Bonellfederkern die darauf liegende Person ein angenehm schwingendes Gefühl bekommt. Vielleicht ist Ihnen dieses Gefühl bereits bekannt. Denn Hotelbetreiber wählen häufig die Variante mit dem Bonellfederkern für Ihr Hotelinventar.

2. Für wen eignet sich ein Boxspringbett mit Bonellfederkern?

Wenn Sie das klassische Hotelbettgefühl mit einer eher weichen Liegefläche mögen, haben Sie bei einem Boxspringbett mit Bonellfederkern mit Sicherheit die richtige Wahl getroffen. Zudem eignen sich Bonellfederkerne für Personen mit einem Gewicht unter 100 Kilogramm. 

 

Was ist ein Taschenfederkern?

Bei Taschenfederkernmatratzen werden die einzelnen Federn in Form von kleinen Tonnen angereiht. Sie hat im Vergleich zur Bonellfeder eine bauchige Form, die in gleichgroße Stofftaschen eingepackt ist.

1. Vorteile eines Boxspringbettes mit Taschenfederkern

Taschenfederkerne reagieren punktelastisch auf den Druck. Das hat den Vorteil, dass die Matratze genau an den Stellen nachgeben kann, wo das Körpergewicht aufliegt. Dadurch wird ein zu starkes Einsinken in die Matratze verhindert.

2. Für wen eignet sich ein Boxspringbett mit Taschenfederkern?

Boxspringbetten mit Taschenfederkernen eignen sich besonders für Personen, die gerne auf einer stabilen und festen Unterlage schlafen wollen. Sollte Ihr Gewicht über 100 Kilogramm liegen, empfehlen wir Ihnen grundsätzlich ein Boxspringbett mit Taschenfederkern. Dazu gehören auch Personen, die Probleme mit den Bandscheiben, mit dem Rücken-, Nacken- und Schulterbereich haben. Die schmerzempfindlichen Problemzonen können mit einer Taschenfederkern Matratze beim Schlafen durch die punktgenaue Druckabgabe optimal unterstützt werden.

 

Unterschied zwischen Bonellfederkern und Taschenfederkern

Der Unterschied zwischen einem Bonellfederkern und einem Taschenfederkern liegt in der Liegeeigenschaft, die diese beiden Federkerne mit sich bringen. Eingesetzt in der Unterbox eines Boxspringbettes (Boxspring) liegen Sie auf der Bonellfederkern Variante weicher. Die mit Draht verbundenen Federn wirken flächenelastisch. Wohingegen der Taschenfederkern dafür sorgt, dass eine punktelastische Druckverteilung entsteht. Wofür Sie sich letztendlich entscheiden, liegt ganz in Ihrer Hand. Lassen Sie sich hierzu ausführlich beraten und zögern Sie nicht die unterschiedlichen Modelle einmal ausgiebig zu testen.


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