Erstaunliche Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Erstaunliche Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Während sich in Deutschland oder Amerika mancher Tisch unter der Last der Weihnachtsgeschenke biegt, feiert man anderswo mit anderem Brauchtum Weihnachten. In Mexiko, Australien oder Estland entwickelten sich durchaus auch eigenwillige Bräuche. Statt mit Lametta, Tannenbaum, Kirchgang und Thomanerchor zur Bescherung zelebriert man die Weihnachtszeit mit außergewöhnlichen Zutaten.
 

Krippenspiel und Weihnachtspicknick


Auch die Mexikaner in der Stadt Oaxaca kennen Krippenspiele. Hier werden die Figuren dazu allerdings aus Hunderten von Radieschen geschnitzt. In der "Nacht der Radieschen", einen Tag vor Heiligabend, feiert man in Mexiko, dass Spaniens Kolonialherren vor langer Zeit erstmals apfelgroße Radieschen nach Mexiko brachten. Aus diesen beliebten Gemüsen ganze biblische Szenen und Krippenfiguren zu schnitzen, findet man daher angemessen. Die "Nacht der Radieschen" endet traditionell mit einem großen Feuerwerk. Man feiert danach noch ein paar Tage. Währenddessen ist es in den Weihnachtstagen in Australien Hochsommer. Die Australier bleiben an solchen Tagen trotzdem nicht im Bett. Sie verlegen das Weihnachtspicknick an den kühleren Strand. Viele Touristen tun es ihnen gleich.

 

Von zu spät gekommenen Weihnachtshexen 


Die italienischen Kinder warten alljährlich auf die Weihnachtshexe. Sie heißt "La Befana", kommt aber erst am 6. Januar. Wie eine alte Legende berichtet, sei "La Befana" in der heiligen Nacht von vorbeiziehenden Hirten informiert wurden, dass das Christkind geboren wurde. Obwohl sie dem Stern folgte, der auch die drei Könige zum Jesuskind leitete, fand sie den Geburtsort nicht rechtzeitig. Der Legende nach sucht die Weihnachtshexe auch heute noch zwischen dem 5. und 6. Januar nach dem Jesuskind. Sie besucht jedes Haus durch den Kamin und hinterlässt Geschenke für den Fall, dass eines der friedlich im Bett schlummernden Kinder der Heiland ist. Die Estländer wiederum mögen Weihnachtshexen nicht besonders. Man glaubt, dass sie

- auf Besen reiten und beim nächtlichen Herumtollen die Möbel verrücken
- die Kinder negativ beeinflussen
- ihnen die Geschenke wegnehmen
- und nur Unsinn im Kopf haben.


Um das nächtliche Hexen-Tohuwabohu zu verhindern, veranstaltet man am Heiligabend ein Großreinemachen. Man wischt alle Möbel, Tische und Schränke sorgfältig ab und klopft die Teppiche. Vor allem die Reisigbesen befreit man vom Staub, damit sie nicht mehr fliegen. Die Legende lässt die Italiener nämlich wissen, dass nur schmutzige Besen zu Hexenloopings in der Lage sind. Die weihnachtlichen Naschereien werden in Estland von Wichteln und Gnomen gebracht. Wo die Weihnachtshexen bleiben, fragt niemand.

 

Wann kommen die Weihnachtszwerge?

Isländische Kinder warten in der Vorweihnachtszeit, die mit dem 12. Dezember beginnt, auf die Weihnachtswichtel. Geschenke werden nämlich durch dreizehn Zwerge im Weihnachtsmannlook überbracht. Jeden Tag ist ein anderer Wichtel dran, Geschenke auszuliefern. Der üppige Geschenkesegen endet am Heiligabend. Alle Wichtel feiern dann zusammen ebenfalls Weihnachten. Sie trennen sich dann nach und nach wieder. Jeden Tag reist ein Wichtel ab. Ohne solche Bräuche wäre die Welt bedeutend ärmer.

 

 

 

 




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